Ein Loblied auf die Softails
H.O.G.® Member Evgeniy Kislitsyn hat sein Leben auf zwei Rädern schon immer genossen, aber erst die Entdeckung der Softail® Modelle war für ihn eine echte Offenbarung. Er erzählt uns davon, wie er zu Harley-Davidson® gefunden hat.
Meine Liebe zu den Motorrädern ist schon in meiner Kindheit entflammt, als mein Vater und ich viel Zeit damit verbracht haben, in der Garage an seiner Maschine zu arbeiten. Kaum 16 geworden, habe ich meinen Führerschein gemacht, und die nächsten vier Jahre bin ich viel mit meiner Ural unterwegs gewesen, einem schweren Motorrad mit Beiwagen, den ich oft heimlich abgebaut habe. Es war eine wunderbare Zeit: Ich empfand ein unglaubliches Gefühl der Freiheit, wenn ich mit meiner Maschine abgelegene Orte auf Wegen erreichte, die für Autos unpassierbar sind, und die berauschenden Düfte von Gras und Wald meine Lungen füllten. Harley Davidson und der Marlboro Man und Der Terminator gehörten damals zu meinen Lieblingsfilmen und inspirierten mich zusätzlich, immer wieder auf das Motorrad zu steigen.

Von Honda zu Harley®
Die nächsten 18 Jahre vergingen wie im Flug mit Universität, Beruf, Familie, neuen Wohnorten und neuen Projekten. Eines schönen Frühlingstages schauten meine Frau und ich spontan bei einem nahegelegenen Motorradhändler vorbei. Als ich durch die Reihen von prächtig verchromten Motorrädern schlenderte, konnte ich mich von dem großartigen Anblick einfach nicht losreißen. Meine Frau sagte zu mir: „Denk nicht lange nach, kauf dir einfach eine“. Noch am selben Tag habe ich mein nächstes Motorrad gekauft: eine Kawasaki Vulcan Custom 900 von 2010. Ich bin mit ihr in einer Saison 1200 Kilometer gefahren, hauptsächlich durch die Umgebung unserer Stadt. Aber ich träumte von Fernreisen und fremden Ländern, und deshalb kaufte ich mir bald eine Honda Gold Wing von 2008.
Mit der Honda bin ich in der nächsten Saison weiter herumgekommen – ich habe meine erste große Tour allein gemacht, die mich über 10.000 Kilometer durch zehn Staaten führte. Dabei überquerte ich so bekannte Pässe wie den Großglockner, das Stilfser Joch, den Gavia und den Umbrail. Ich hatte Blut geleckt. Allerdings fühlte sich das Fahren mit der Gold Wing immer so ein bisschen an, als säße ich in einem großen Cabriolet auf zwei Rädern. Ich begann, mich für Harley-Davidsons® zu interessieren und suchte Kontakt zu Harley® Fahrern. Den fand ich bei der European Bike Week® am Faaker See. Dort sah ich zehntausende von Menschen aus allen Ecken Europas, die der Spaß am Reisen und die Liebe zu Harley-Davidson verbinden. Jedes ihrer Motorräder war einzigartig und spiegelte die Persönlichkeit seines Besitzers wider. Ich erkannte, dass eine Harley-Davidson nicht nur ein Motorrad ist, sondern ein Lebensstil, und entschloss mich, ebenfalls ein Teil der H.O.G. Familie zu werden. Mein Leben veränderte sich von Grund auf.

Immer weiter, immer besser
Als ich nach Russland zurückkehrte, kaufte ich mir eine CVO Road Glide® Ultra von 2011. Das darauffolgende Motorradjahr übertraf meine kühnsten Erwartungen! Ich fühlte mich wie jemand, der durstig durch eine Wüste geirrt war und schließlich eine Wasserquelle entdeckt hat. Ich fuhr in dieser Saison mehr als 20.000 Kilometer durch elf Länder, nahm an allen größeren Rallys in Europa und Russland teil und lernte auf meinen Touren zahllose Menschen aus der ganzen Welt kennen.
Nachdem sie ein paar Mal bei mir als Sozia mitgefahren war, entschied sich meine Frau, dass sie selbst ein Motorrad fahren wollte. Die Frage war nur: welches? Wir dachten an eine Maschine, die leichter ist als ein Tourer, mit der man gut im dichten Stadtverkehr klarkommt, mit der man aber auch bequem längere Strecken zurücklegen kann. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Softail® Baureihe all diese Kriterien erfüllt. Jetzt musste die Entscheidung nur noch zwischen der Fat Boy®, der Deluxe und der Heritage fallen. Nach ein paar Probefahrten stand die Wahl meiner Frau fest – wegen der komfortablen Sitzposition und wegen ihres klassischen Designs war die Deluxe ihre Favoritin.

Eine entscheidende Reise
Als Fahrer einer Road Glide Ultra hatte ich die Softail Deluxe immer für ein ziemlich kleines Motorrad gehalten. Dann kam der Tag, als meine Frau mich bat, unsere Deluxe nach Italien zu fahren, um sie und unsere Kinder dort zu treffen, und ich dachte: warum nicht! Auf diese Art konnte ich die Deluxe ausgiebig auf Alpenpässen testen und zudem das Eurofestval in St Tropez besuchen.
Was mich gleich als Erstes umhaute, war ihre unglaubliche Handlichkeit. Es war fast, als führe ich ein Fahrrad und kein Motorrad. Auf der Autobahn hat die Deluxe dann ihre Power unter Beweis gestellt. Ich konnte ganz leicht eine Reisegeschwindigkeit von 120 bis 140 km/h realisieren. Und auf den Pässen in Österreich, Italien und Frankreich schließlich verschmolz ich quasi zu einer Einheit mit der Maschine. Von da an war ich wirklich verliebt in unsere Softail Deluxe. Im vergangenen Jahr habe ich mit ihr eine fantastische 7.000 Kilometer lange Reise durch den Balkan gemacht.
Heute stehen in meiner Garage zwei Harley-Davidsons: eine Electra Glide Ultra Limited von 2013 und die Softail Deluxe aus demselben Jahr. Wenn meine Frau und ich zusammen auf einer Maschine fahren, dann entscheiden wir uns für die Electra Glide. Wenn aber einer von uns beiden allein in die Berge fahren möchte, dann fällt unsere Wahl immer auf die Deluxe.

